Read: The Craft of Argument

  • Rhetoric is a craft that seems to be the natural talent of some, most (including myself) have to train to achieve any level of proficiency. Williams and Colomb’s textbook The Craft of Argument is a wonderful complement to Williams’ Style – Lessons in Clarity and Grace and Booth, Colomb and Williams’ The Craft of Research.

    While the Craft of Research shows how to structure, plan, and execute the more general task of pursuing one’s research, The Craft of Argument advises on how to structure, plan, and write one’s articles (or report, or books …), and Style, finally, advises on how structure, plan, and write single paragraphs and sentences.

    Good, persuasive and ethical writing is a hard task. This task is somewhat alleviated by Williams and Friends. Their textbooks are always a pleasure to read adducing evidence that they master[ed] their craft.

Gelesen: Statistical Rules of Thumb

  • Gerald van Belle, Prof. für Biostatistik, legt mit Statistical Rules of Thumb einen praktischen Ratgeber für die statistische Praxis in bereits der zweiten Auflage vor. Das Buch ist thematisch gegliedert und jede Regel wird nicht nur motiviert sondern auch theoretisch hergeleitet. Van Belle hat einen sehr angenehmen Stil und trotz der eher trockenen Natur des Stoffes ist man verleitet, das kleine Büchlein von Anfang bis Ende zu lesen.

    Das Buch ist nicht für den Anfänger, sondern wirklich für den Praktiker gedacht, dessen Handwerk sich hauptsächlich um die Anwendung der statistischen Methoden dreht. Rules of Thumb ist kein Lehrbuch und definitiv nicht die letzte Instanz zu theoretischen Fragen. Es bietet jedoch einen interessanten Überblick über die typischen Fragen, die sich bei der täglichen Anwendung von statistischen Methoden ergibt.

    Leider hat das Lektorat an einigen Stellen versagt. Bedauerlich, wenn man bedenkt, dass dies bereits die zweite Auflage ist. Nicht selten sind Sätze unvollständig (Worte fehlen) oder übervollständig (Worte sind zuviel/doppelt). Das Formelwerk ist jedoch korrekt.

    Für mich war bezeichnet, dass ich es hier schon wieder mit einem Biostatistiker zu tun habe. Ich als Ökonom mit einem (Ausbildungs-)Schwerpunkt in der Ökonometrie wende mich in meiner Arbeit immer häufiger den Methoden der Biostatistik zu. Nun gut, als Verhaltensökonom sind die sonst typischen Zeitreihenmodelle der Ökonometrie eher unbrauchbar, aber auch die Mikroökonometrie hinkt ein wenige der Biostatistik hinterher.

Gesichtet: Creating More Effective Graphs

  • Naomi Robbins liefert mit ihrem Buch Creating More Effective Graphs eine gelungene Übersicht über gute graphische Darstellungen von Zahlenmaterial. Hierbei bespricht sie jeweils auch kurz die üblichen Kardinalfehler und erläutert warum eine andere Darstellung besser ist. Didaktisch sinnvoll steigt der Komplexitätsgrad der Darstellungen nur langsam an.

    Die Nähe zu Cleveland und Tufte ist deutlich und wird auch nicht verschwiegen. Bereits im Vorwort wird auf die beiden Größen der visuellen Datenaufbereitung verwiesen. Creating More Effective Graphs ist damit auch nicht als Ersatz, sondern als einführende Ergänzung zu den Standardwerken von Cleveland und Tufte zu verstehen.