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Gelesen: Deep Six

Mit Clive Cussler als „Ausgleichliteratur“ habe ich im Dezember 2006 angefangen. Zuerst die aktuellere / spätere Reihe um Kurt Austin. Im letzten Jahr folgte dann die „alte“ Reihe um Dirk Pitt. Inzwischen bin ich hier bei Band sieben angekommen. Und obwohl die Bücher natürlich eine ähnliche Struktur aufweisen, ist auch der Band Deep Six spannend und in gewisser Weise (mit Blick auf das Erscheinungsjahr 1984) von der Story innovativ.

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Gelesen: The Myth of the Rational Voter

Bryan Caplan versucht zu erklären, warum Demokratien schlechte Politikmassnahmen hervorbringen. Zentral für seine Darstellung ist eine rationale Irrationalität der Wahlbevölkerung, die auch bezüglich ihrer Überzeugung (beliefs) Präferenzen hat. Während für den Ökonomen „Beliefs“ der Agenten ein objektives Datum sind, ist dem Psychologen klar, dass zur Aufrechterhaltung eines positiven Selbst-Bildes eine entsprechend der individuellen Vorstellungen verzehrte Wahrnehmung gehört. Sobald man der Idee der „preferences over beliefs“ offen gegenüber steht ist es zum Modell des rational Irrationalen nicht mehr weit. Je billiger irrationales Verhalten (aufgrund von „preferences over beliefs“, z. B. ideologiebasierte Vorstellungen bezüglich guter Politikmassnahmen, statt wissensbassierte Erkenntnis) ist, desto wahrscheinlicher wird es, solches Verhalten auch zu beobachten. Demokratische Wahlen machen individuelles irrationales Verhalten sehr billig. Wie gross ist denn schon die Wahrscheinlichkeit, dass gerade die eigene Stimme Wahlentscheidend ist? Je geringer diese Wahrscheinlichkeit ist, desto billiger wird es im Erwartungswert falschen Vorstellungen anzuhaften.

Eine durch und durch interessante Arbeit. Die wenigen Annahmen zum verwandten Modell werden durch empirische Daten gestützt. Der Autor kann trotz des eher pessimistischen Untertitels seines Buches auch mit einer positiven Nachricht aufwarten. Auch wenn wir eine besser unterrichtete Wahlbevölkerung für gute Politikentscheidungen benötigen, ist es nicht so schlimm, wie es schlechtestens sein könnte. Das kurze Gedächtnis der Wähler und die Delegation der Verantwortung unpopulärer Massnahmen an untergebene Stellen erlaubt es den Politkern, ungestraft auch sinnvolle aber unpopuläre Politik zu betreiben.

Gelesen: The Cabinet of Curiosities

Wir sind bei Band Drei der Pendergast Reihe von Preston/Child. Ausser Pendergast taucht nur noch der Journalist Smithback aus den beiden früheren Bänden auf. Pendergast rückt so auch stärker in den Mittelpunkt der doch recht fantastischen - im Sinne einer Genrezuordnung - Geschichte, und wird so doch erheblich weiter entwickelt. Meiner Meinung nach ist dieser Band besser/spannender als Reliquary und vielleicht auch als Relic. Einzig das bereits vorher verwandte Schema „Aufdecken des tatsächlichen Bösewichts zum Ende des Bandes mit Überraschungseffekt“ stösst ein wenig sauer auf. Ich hoffe, die kommenden Bände sind nicht nach der gleichen Schablone gestrickt.

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Gelesen: Reliquary

Band zwei der Pendergast-Reihe von Preston/Child schliesst zeitlich und inhaltlich direkt an den ersten Band an. So begegnen wir auch wieder vielen Figuren aus Relic. Das Buch ist atmosphärisch nicht ganz so dicht wie der erste Band, beinhaltet jedoch trotzdem ein gut recherhierten, spannenden Thriller. Die Auflösung ist durchaus überraschend, auch wenn es mir wenige Seiten zuvor bereits dämmerte wer denn nur der Oberbösewicht wirklich ist. Lesenswert.

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Gelesen: Relic

Eigentlich wollte ich ja nur den aktuellen Band von Preston/Child lesen. Der Backcover-Text klang gut. Dann stellte ich fest, dass es sich ein Buch in einer Reihe handelt. Also habe ich kurzerhand die gesamte Reihe gekauft. Dank diverser Gutscheine bin ich mit unter 5 Euro davon gekommen.

Band 1 in der Pendergast-Reihe, der sicher nicht als Band 1 einer Pendergast-Reihe konzipiert war, Relic, wurde auch verfilmt. Wie mir schon nach einigen Seiten auffiel, da ich den Film seiner Zeit auch gesehen hatte. Und wie so oft ist das Buch deutlich besser als der Film… Spannend geschrieben, zumindest die Hauptfiguren anständig entwickelt, ein echter Page-Turner.

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Gelesen: An Essay on the Nature and Significance of Economic Science

Lange wurde nicht so intensiv und kritisch diskutiert, was die „dismal science“ leisten kann und soll und welche grundlegenden Fehler wir als empirische Forscher in den Wirtschaftswissenschaften begehen, wie dies Lionel Robbins in seinem 1932 erstmal erschienenem Essay vorführt. Erst mit dem Aufkommen der EconBlogs scheint diese Diskussionskultur wieder öffentlich zu werden.

Erschreckend ist jedoch wie wenig wir in den vergangenen 70 Jahren erreicht, wieviel wir zu ignorieren gewählt haben. Umso bedeutsamer sind die gar nicht so neuen Erkenntnisse der Verhaltensökonomen (aus Introspektive wurde eine methodologisch gut fundierte Emperie) und ihres Einflusses auf die theoretisch arbeitenden Ökonomen. Ich hatte eine aus der Universitätbibliothek Aberdeen ausgesonderte Fassung der zweiten Edition, nachgedruckt im Jahr 1952, in der Hand. Das Buch scheint leider nur schwer verfügbar, auch in der antiquarischen Suche.

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