Gelesen: Sacred Bones

Ich weiß nicht wirklich, warum ich als immer wieder zu Büchern wie Sacred Bones von Michael Byrnes greife. Nicht selten ärger ich mich dann doch über den Inhalt. Mystic Thriller in populären Literatur, zumindest die mir bisher bekannten, können grob in zwei Richtungen gehen. Die einen entwickeln sich eher in Richtung Esoterik ohne dabei eine Religion spezifisch anzugreifen oder zu verherrlichen, die anderen variieren christliche Motive. Letztere lassen sich dann wiederum in in pro und kontra zum herrschenden Dogma der christlichen Religion einteilen. Sacred Bones gehört in die erste dieser beiden letzten Kategorien. Auch wenn dies zu Beginn des Buches nicht so deutlich ist, wird dies im Laufe des Buches umso deutlicher. Und genau damit hat mich der Autor dann verloren. Sacred Bones ist ein handwerklich gut geschriebener Thriller, dem eine gewisse Realitätsnähe und damit Glaubwürdigkeit nicht abgesprochen werden kann. Andererseits übertreibt es der Autor mit seinem Personen-/Gotteskult und verdirbt damit eine ansonsten gute Geschichte und verliert wieder die Nähe zur Realität.

Ein gläubiger Christ würde sich sicher nicht so sehr an diesem Punkten stören. Vielleicht sollte man für den Rest der Menschen entsprechende Warnhinweise einführen: Statt “explicit lyrics” ein “dogmatic christian content”.

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