Gelesen: A Deepness in the Sky

Vernor Vinges A Deepness in the Sky aus dem Jahr 1999 ist ebenso wie das 1992 erschiene Sequel A Fire upon the Deep mit einem Hugo Award ausgezeichnet worden. Zurecht. Das Buch spielt etliche Tausend Jahre vor Fire und erzählt einen Teil der Geschichte der auch in Fire mitspielenden Figur Pham Nuwen. Aber nicht nur. Zwei sehr unterschiedliche menschliche Kulturen stossen aufeinander als es um den Erstkontakt zu einer dritten, nichtmenschlichen Kultur geht. Es wird gekämpft, kooperiert, geplottet, betrogen und geliebt und am Ende kommt doch alles anders als geplant.

Zwei inhaltliche Aspekte sind besonders bemerkenswert. Vinge zeigt mit diesem Buch wiederum, dass es ihm besonders liegt, sich in fremde und fremdartige Kulturen hineinzuversetzen, sie zu entwerfen und sie in spannender Form glaubwürdig zu vermitteln. Überdies hat er ein beachtliches Gespür für futuristisch erscheinende Details die menschliche Psyche und Kognition betreffend. Fokus, eine gesteuerte Gehirnkrankheit, die aus den Focused biologische Machinen macht, eine quasi-AI mit echt menschlicher Intelligenz, konzentriert nur auf eine einzige Aufgabe, ist vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Auch wenn sicher momentan niemand auf die Idee kommen würde eine solche Erkrankung gezielt ausbrechen zu lassen. Es gibt sie bereits: Autismus. Und tatsächlich scheinen sich Autisten für monotone, aber extrem detailsensible Arbeiten besonders zu eignen, wenn man der Firma Specialisterne glauben will.

comments powered by Disqus