Gelesen: Freakonomics

Levitt und Dubners Freakonomics ist inzwischen in einer erweiterten Fassung erschienen. Während mich der ursprüngliche Band nicht lockte, sieht es mit dem erweiterten Band anders aus. Die Autoren hatten schliesslich jetzt Gelegenheit auf kritische Stimmen zu reagieren.

Denn kritische Stimme gab es seit Erscheinen von Freakonomics genug. Levitt berichtet in Freakonomics haupsächlich von seinen eigenen Forschungsarbeiten, streut jedoch auch einmal intressante Themen ein, die von anderen Wissenschaftlern bearbeitet wurden.

Als unbestritten innovativ muss Levitts Erklärung für den Rückgang der Verbrechensrate in den USA gelten. Auf die Idee, legalisierte Abtreibung als Ursache zu untersuchen, muss man erst einmal kommen. Auf die hierzu vorgebrachte methodische Kritik wird in dem erweiterten Teil des Buches eingegangen. Überzeugend wie ich meine.

Auch die ursprünglich zu oberflächlich betriebene Recherche zum Thema Ku Klux Klan wird zugegeben und die entsprechenden Aussagen im Lichte neuer Tatsachen korrigiert.

Der Umstand, dass jedoch auch andere Themen nur oberflächlich recherchiert wurden, wie das Beispiel Selbstexperimente zeigt, lässt mich das ganze Buch mit deutlich mehr Skeptis betrachten. Die Autoren haben sich damit keinen Gefallen getan.

Als deutlichen Mehrwert muss man dann auch die neuen Kapitel betrachten, in denen weiteres Material aus dem Blog zum Buch aufbereitet wurde. Insbesondere, weil hier auch auf die gemachten Fehler eingegangen wird. Das Blog ist daher und auch aus anderen Gründen zu empfehlen. Was ich vom Buch nicht sagen kann. Hier haben die Undercover Inner Armchair Economists ein deutlich besseren Dienst für die Wissenschaft Ökonomie geleistet.

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