Gelesen: The Wisdom of Crowds

Zugegeben, ich war recht skeptisch. Die Weisheit der Vielen beginnt als sehr enthusiastisches Plädoyer für die kollektive Intelligenz und den Marktmechnismus. Das Buch ist auch tatsächlich als ein solches Plädoyer zu verstehen. Surowiecki führt hierzu etliche Beispiel an, die belegen, dass die Masse in der Regel besser enthscheidet z.B. als ein einzelner Experte. Er macht an dieser Stelle jedoch nicht Halt. Kritisch wird dargelegt unter welchen Bedingungen die Masse zu besseren Entscheidungen und Vorhersagen kommen kann und was passiert wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind. So gibt es denn auch etliche Gegenbeispiele, die zeigen, wie dumm die Masse auch ist, wenn die institutionellen Rahmenbedingungen nicht stimmen.

Seine Ausführungen zu politischen Entscheidungsverhalten scheinen mir jedoch noch zu naiv. Gerade hier sind, wie Bryan Caplan in The Myth of the Rational Voter erörtert, einige der notwendigen Bedingungen für weise Entscheidungen der Masse (manchmal) nicht erfüllt.

Insgesamt kann ich das Buch jedoch als positive Leseerfahrung werten. Auch wenn die im Buch angeführten Beispiele alle schon bekannt waren…

comments powered by Disqus